Zurück zur Listenansicht

06.07.2018

Wald- und Flächenbrand bei Groß Laasch: Gefahr noch nicht gebannt

Löschpanzer zur Bekämpfung im Einsatz / A 14 vom Kreuz Schwerin bis Ausfahrt Grabow bleibt gesperrt / Stellvertretender Landrat dankt allen Einsatzkräften

Nach Einschätzung der Feuerwehr ist der Wald- und Flächenbrand an der Autobahn 14 in der Nähe von Groß Laasch im Landkreis Ludwigslust-Parchim weitgehend unter Kontrolle. Problematisch seien weiterhin die in dem Waldstück befindlichen Munitionsreste unterirdische Brandnester, sagte Kreiswehrführer Uwe Pulss heute Mittag nach Auswertung von Luftbildern und Beratung der Technischen Einsatzleitung mit Fachleuten des Munitionsbergungsdienstes, der Forst, der Straßenmeistereien und des Landkreises.

Demnach bleibt aufgrund der weiterhin akuten Brand- und Explosionsgefahr die nur etwa 50 Meter von Brandort verlaufende A 14 vom Autobahnkreuz Schwerin bis zur Anschlussstelle Grabow bis auf weiteres gesperrt. Auch die erfolgten Sperrungen von Kreis- und Landesstraßen in dem betroffenen Gebiet bleiben bestehen. „Für die damit verbundenen Einschränkungen für Autofahrer bitte ich um Verständnis“, sagt Einsatzleiter Pulss. „Aber Sicherheit geht vor, wir haben keine andere Möglichkeit.“

Erneut rät der Einsatzleiter dringlich von Fahrten in das Brand- und Einsatzgebiet ab. Zum einen bestehe weiterhin Lebensgefahr, nicht zuletzt durch mögliche Explosionen und die Feuer- und Rauchentwicklung, zum anderen würden Einsatzkräfte durch Schaulustige und Gaffer behindert.

Das Feuer war am Mittwochabend (04.07.2018) auf einer fünf Hektar großen Ackerfläche entstanden und hatte dann durch heftigen Wind auf ein etwa 20 Hektar großes Waldstück an die A 14 übergegriffen. Als große Gefahr erwies sich im Wald befindliche Munition aus dem 2. Weltkrieg, die durch die Hitzeentwicklung explodierte und Feuerwehrleute zu verletzen drohte.  Aus Sicherheitsgründen mussten die Brandbekämpfer 1000 Meter Sicherheitsabstand zum Brandgeschehen halten. Löscharbeiten erfolgten seit gestern Nachmittag bis zum späten Abend aus der Luft mit Hilfe eines Bundeswehrhubschraubers. Zudem befinden sich ebenfalls seit gestern Abend ein Berge- und ein Löschpanzer einer zivilen Firma im Einsatz, die gezielt Brandherde im Wald bekämpfen. „Anders kommen wir an die Brandherde nicht heran“, sagt Einsatzleiter Pulss. Zur besseren Einschätzung der Lage unterstützt die Polizei mit einem mit Wärmebildkamera ausgestatteten Hubschrauber. Diese Luftbilder geben auch Aufschluss über mögliche unterirdische Ausbreitung des Brandes.

Seit Ausbruch des Feuers waren durchgehend mehr als 80 Feuerwehrleute aus zehn Feuerwehren im Landkreis Ludwigslust-Parchim im Einsatz oder in Bereitstellung. Die Brandbekämpfung auf diesem Wege verlaufe erfolgreich, sagtEinsatzleiter Pulss. Gegenwärtig befinden sich noch rund 50 Feuerwehrleute zur  Brandbekämpfung oder Unterstützung vor Ort.

Der stellvertretende Landrat Wolfgang Schmülling dankt allen Feuerwehrleuten, den Fachberatern, dem Betreuungszug des Katastrophenschutzes sowie allen beteiligten Behörden für ihren Einsatz. Das Zusammenspiel funktioniere schnell, reibungslos und effizient, sagt Schmülling. Wertvoll sei insbesondere die Unterstützung durch Innenministerium, Bundeswehr, Polizei und Forst.